Bei der Anwendung der Heilsteine geben diese nicht nur
ihre Energie an den Träger ab, sondern nehmen im Gegenzug auch Schwingungen
von ihm auf und speichern diese. Da es sich dabei auch um "Informationen"
über die Krankheit oder den Geistes-/Seelenzustand des Trägers handelt,
ist es anzuraten, die Heilsteine auch in regelmäßigen Abständen
zu pflegen. Manche Steine können sich auch auf ihren Träger "einschwingen",
da ihre reine kristalline Form es ihnen ermöglicht.
Mitsue Osswald, eine Edelsteintherapeutin, drückte es auf einem Seminar,
das ich besuchte, folgendermaßen aus. Da Steine im weitesten Sinn -
wie im Kapitel "Steine zum Heilen?"
erläutert - Lebewesen sind, müssen wir als ihre Träger und
Nutznieser auch dafür sorgen, daß sie "gesund" bleiben. Wir sollten
ihnen für die Hilfe, die sie uns geben, auch danken und sie wissen lassen,
daß wir nicht nur von ihnen nehmen, sondern ihnen auch geben, was sie
für die Aufrechterhaltung ihrer positiven Energien benötigen.
Die Pflege der Steine teilt sich in sechs Schritte auf:
1. Die statische Entladung und äußere Reinigung
Durch den direkten Hautkontakt oder im Gewühl der Hosentasche nehmen
viele Heilsteine statische Ladung auf, die sich in Form von Wärme oder
magnetischer Anziehung/Abstoßung bemerkbar macht. Hautfett und Straßenstaub
hängen sich in poröse Steine und verhärten mit der Zeit, wenn
sie nicht entfernt werden.
Halte den Stein für ein paar Minuten unter fließendes lauwarmes
Wasser. Eine Reinigung im klaren sprudelnden Wasser einer Quelle oder eines
munteren Bächleins wäre ideal, doch wer hat schon im achten Stock
eines Hochhauses ein solche natürliche Wasservorkommen?
Reibe ihn vorsichig zwischen den Fingern und entferne groben Schmutz
ggf. mit einer weichen Zahnbürste. Laß Steine nicht im Wasser liegen!
Es gibt welche, die das überhaupt nicht vertragen und sogar zu rosten
anfangen können (z.B. Hämatit). Nur einige wenige, z.B. der Wasseropal
mögen einen längeren Aufenthalt im nassen Element.
2. Die "innere" Reinigung
Die von den Steinen bei der Anwendung aufgenommenen Schwingungen bleiben
auch nach dem Entladen im Stein gespeichert. Um die negativen oder krankheitsbedingten
Schwingungen aus dem Stein zu bringen, kann man drei verschiedene Methoden
anwenden:
4. Die Pflege
Die äußerliche Reinigung der Steine beschränkt sich bei
Gruppen und Drusen aufs blose Abstauben im einem feine Pinsel. Ein weicher
Makeup-Pinsel ist da grad das richtige, um den Staub aus den feinen Ecken
zu "fegen". Man sollte auf jeden Fall davon Abstand nehmen, irgendwelche Haushaltsreiniger
zu verwenden, weil diese den Stein angreifen können. Die teilweise sogar
ätzenden Substanzen schaden den Oberfläche und machen Steine unansehnlich,
verändern manchmal sogar die chemische Zusammensetzung. Auch allzu kalkhaltiges
(hartes) Wasser ist nicht gut für die Steine, denn der Kalk lagert sich
zu gerne in den Zwischenräumen der Steine ab. Sollte das Leitungswasser
in Deiner Umgebung zu hart sein, dann weiche auf Regenwasser - und wenn das
nicht möglich ist- auf Mineralwasser aus. Acht hierbei aber auf den Mineralgehalt.
5. Die Aufbewahrung
Steinen macht es nichts aus, wenn sie über längere Zeit im Dunkeln
zubringen müssen. Das sind sie von ihrer Entwicklung im Schoß der
Erde gewohnt. Allerdings sollte man sie nicht einfach wegsperren, sondern
sie auch ab und zu in die Hand nehmen - auch wenn man sie für einen therapeutischen
Zweck grade nicht benötigt - und betrachten, so daß das Band zwischen
dem Stein und Dir nicht abreißt.
Solltest Du im Laufe der Zeit eine kleine Sammlung aufbauen, dann spukt
im Hinterkopf der Gedanke nach Präsentation. Ein schöner oder interssanter
Stein - oder mehrere davon - können auch so aufbewahrt werden, daß
sie Dir im täglichen Umgang oder auch Deinen Besuchern ins Auge fallen.
So Du die Möglichkeit hast, bewahre sie an einem einigermaßen staubsicheren
Ort, z.B. einer kleinen Vitrine oder einem Setzkasten mit Glas auf. Sollte
das nicht möglich sein, dann sorge aber dafür, daß die Steine
regelmäßig entstaubt werden.
Laß Deine Steine nicht auf dem Fensterbrett stehen, da sie wie oben
schon erwähnt dadurch Schaden nehmen können. Vor allem Bergkristallkugeln
bergen noch eine andere Gefahr in sich, wenn sie in der heißen Mittagssonne
rumstehen - sie wirken wie Brenngläser und können das Licht derart
fokussieren, daß sich die Gardine oder etwas im Bereich des Fokus entzündet.
Eine sehr schöne Möglichkeit, ist die Ausbewahrung von Steinen
in einer Holz- oder Metallschale, die mit getrockneten Rosenblättern
gefüllt ist. In manchen Apotheken, Drogerien oder gut sortierten Eso-Läden
bekommst Du Rosenblätter 100-Gramm-weise. Das sieht nicht nur schön
aus, sondern erfüllt den Raum mit leichtem Rosenduft - vorausgesetzt,
Du magst den Geruch.
6. Die Beziehung pflegen
Ein Stein, der etwas für Dich tut, tut es selbstlos, weil sein "Schicksal",
die Entstehung, ihn auf einen bestimmten Wirkungskreis programmiert hat. Das
solltest Du aber nicht als selbstverständlich hinnehmen, sondern ihm
auch zu verstehen geben, daß Du ihm für die Hilfe, die er Dir gibt,
dankbar bist. Nimm ihn ab und zu mal in die Hand, streichle ihn, betrachte
seine Oberfläche, die kleinen Einschlüsse in ihm usw. und sag ihm
- das geht auch in Gedanken - daß Du ihn schätzt und Dir bewußt
bist, was er für Dir tut. Das hilft Dir, wie auch dem Stein, eine Bindung
aneinander zu schaffen, die für die Wirkung fördernd ist.
Ein altes Lied der Wiccan/Pagan sagt
"The Earth is our Mother, we must take care of her!"
"Die Erde ist unsere Mutter, wir müssen uns um sie kümmern".
Ein Stein ist ein Teil der Mutter Erde und so solltest Du Dich auch um ihn kümmern und ihn nicht verkümmern lassen.