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Über den Ursprung des Traumfängers in der nativ-amerikanischen Kultur Die Ojibwe, deren traditionelles Siedlungsgebiet um die Großen Seen herum zu finden ist, besitzen alte Geschichten über den Traumfänger, wie er entstand, warum er benutzt wurde und wie er zu machen sei. Vor einer Weile gab es eine große Diskussion, woher der Traumfänger ursprünglich kommt, in der soc.culture.native Newsgroup und auf dem Native-L Listserver. Dieser Traumfänger nach dem traditionellen Chippewa-Netz wurde von Michael O'Neill vom Stamm der Red Lake Chippewa und seiner Frau vom Stamm der Fond-du-lac Chippewa gefertigt. |
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Lynn Dearborn schrieb auf eine Frage nach dem Ursprung des Traumfängers am 01.11.1995 auf dem Native-L Listserver: Herstellung und Verwendung des Traumfängers Heutzutage werden Edelsteine in die Traumfänger mit eingearbeitet. Dies war bei den Vorfahren nicht üblich. Da durch die Regierung der Handel mit Federn der heiligen Vögel der Indianer untersagt wurde, wich man auf die Alternative mit den Steinen aus. So werden zum Beispiel vier verschiedne Edelsteine benutzt, um die vier Himmelsrichtungen darzustellen. Die Ojibwe haben so zum Beispiel die Verwendung von Edelsteinen, wie es bei den westlichen Stämmen gebräuchlich war, mit übernommen. Bemerkenswert ist noch, daß traditionell die Traumfänger für Erwachsene keine Federn beinhalten. |
| Die Struktur des Traumfängers Die Informationen und Bilder auf dieser Seite stammen von einer sehr interessanten Site über Native American Techniken und können hier im Original nachgelesen werden: http://www.nativetech.org/dreamcat/dreamcat.html Heutzutage werden Traumfänger von Native American Künstlern der verschiedensten Nationen und Stämme hergestellt. Viele Menschen sind der Ansicht, daß der Traumfänger von den Lakota/Dakota/Nakota "erfunden" wurde, einem Volk, das auch "Sioux" genannt wird... Es gibt ebenso viele Geschichten und Legenden über den Traumfänger, über Spinnen und Spinnennetze, aber die Ojibwe (auch Chippewa) genannt, vereinnahmen für sich die Erfindung des Traumfängers. Ein Blick auf die lange Tradition der Geschichtenerzähler, die mündliche Weitergabe der Geschichten und Sagen von den Eltern an die Kinder, Generation für Generation sollte die Konfusion über die Wurzeln des Traumfängers klären. Die Forscherin Frances Densmore nahm bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine ausführliche Studie der Materialkunde in der Kultur der Ojibwe (=Chippewa) vor, die in Minnesota, Wisconsin und Ontario/Canada leben. Diese Erkenntnisse wurden im Buch Chippewa Customs veröffentlicht, das 1979 von der Minnesota Historical Society Press (St. Paul) herausgebracht wurde. Densmore beschreibt darin, daß Objekte, die ein Spinnennetz darstellten, am Reifen einer Kinderwiege befestigt wurden. Man sagte, daß "sie alles Böse fangen und festhalten, wie auch ein Spinnennetz alles fängt und festhält, das mit ihm in Kontakt kommt". Diese Traumfänger bestanden aus hölzernen Reifen mit einem Durchmesser von 3,5 inches (8,89 cm), in dem sich ein Netz befand, das aus Nesselgarn bestand, das mit Blutwurz und der inneren Borke der wilden Pflaume gefärbt war. Interessant ist, daß die Webart des Netzes im Traumfänger, das Densmore fotografiert hatte, stark von dem abweicht, was heutzutage produziert wurde. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde die Nesselschnur durch dunkelrot gefärbtes, maschinell hergestelltes Garn ersetzt. Densmore erwähnt in dem gleichen Buch auch einen ähnlichen, mit Netz bespannten Reifen, der von den Pawnee-Indianern hergestellt wurde. Für sie war dies eine Darstellung der Spinnenfrau, die den Büffel beschützte. |
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